Schriften

Was macht eine gute Schule aus?

Die erste Pisa-Studie 2001 erschütterte das deutsche Bildungssystem. Damals stellten die Forscher noch fest: Deutschlands Bildungssystem hat Schwächen, zum Beispiel im Bereich Lesen: Jeder vierte Schüler konnte damals Texte nicht verstehen. Oder: In Mathe kamen 15-Jährige nicht über Grundschulniveau hinaus. Stattdessen feierten sich Finnland oder Kanada, Südkorea oder Japan als Bildungsnationen. Die deutschen Kultusminister reagierten […] weiterlesen ...

Integration als kommunale Aufgabe

Kommunalwahlkämpfe sind in München und Bayern vorbei. Jetzt beginnt die tägliche politische Arbeit in den Kommunen. Kommunalpolitik findet vor unserer Haustür statt, denn schon der Bürgersteig vor dem Haus ist eine kommunale Angelegenheit. Und darum geht sie eigentlich jede, jeden etwas an, ganz gleich in welchem Alter oder welcher sozialen Position. Vor diesem Hintergrund ist […] weiterlesen ...

Anforderungen an die neue Bundesregierung

Eine glaubwürdige und erfolgversprechende Integration verlangt Chancengleichheit und Teilhabe in Politik und Gesellschaft. Dazu ist vor allem die Einführung des kommunalen Wahlrechts für Niederlassungsberechtigte erforderlich. Das Staatsangehörigkeitsrecht muss in Richtung Mehrstaatlichkeit modernisiert werden, d.h. großzügige Hinnahme der doppelten Staatsbürgerschaft. Fakt ist, dass über die Hälfte der Einbürgerungen unter Hinnahme der Mehrstaatlichkeit vollzogen wird. Der automatische […] weiterlesen ...

Für eine humane Flüchtlingspolitik

Mit der gewaltsamen Auflösung des Lagers der hunger- und durststreikenden Asylbewerber auf dem Rindermarkt in München rückte die Asyl- und Flüchtlingspolitik wieder einmal in den Mittelpunkt der politischen Debatten. Asyl- und Flüchtlingspolitik bedeutet, die Verletzung von Menschenrechten nicht nur zu bekämpfen, sondern Menschen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden sind, aufzunehmen und zu schützen. Asyl- und […] weiterlesen ...

Bildungsreform

Der bayerische SPD-Spitzenkandidat und Münchner Oberbürgermeister Christian Ude sprach sich in einem Interview dafür aus, den Schülern die Wahl zwischen dem acht- und dem neunjährigen Gymnasium zu lassen. Er hält die gegenwärtige Festlegung auf das achtjährige Gymnasium für grundfalsch. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle wies Udes Forderung als „landespolitischen Dilettantismus“ zurück und kritisierte den SPD-Politiker für […] weiterlesen ...

Menschenrechte in Deutschland

Menschenrechte sind für alle Menschen überall gültig. Menschenrechte werden als Abwehrrechte des Bürgers gegen den Staat zum Schutz seiner Freiheit verstanden.Weil aber Menschenrechte auch von dritter Seite bedroht werden, wird vorausgesetzt, dass zu jedem Menschenrecht eine staatliche Schutzpflicht gehört, mit der erst ein Menschenrecht vollständig verwirklicht werden kann. Wie sieht es in Deutschland mit den […] weiterlesen ...

Der Umgang mit dem rechten Terror

Die rechtsradikale Terrorzelle aus Zwickau hat nicht nur die Öffentlichkeit in Deutschland erschüttert, sondern die Menschen in ganz Europa. Die Mordserie der rechtsextremistischen Terrorgruppehat vor allem den Umgang mit den Opfern und deren Familien einerseits und den sicherheitspolitischen Umgang mit dem Rechtsterrorismus andererseitsin den Mittelpunkt gestellt. Im Umgang mit den Opfern und deren Familien erlebte […] weiterlesen ...

Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte

Ihre Rolle, Funktion und Bedeutung für die kommunale Integrationspolitik und Integrationsarbeit in Bayern Impulsreferat am 19.März 2011 in Ansbach auf der Fachtagung „ Empowerment&Partizipation von Migrantinnen und Migranten in Bayern“ Die Ausländerbeiräte leisten seit Jahren wertvolle Integrationsarbeit in den Städten und Gemeinden: Sie beraten den Stadt- oder Gemeinderat sowie die kommunale Verwaltung, Sie weisen auf Integrationsprobleme […] weiterlesen ...

Demokratie, politische Partizipation und Ausländerbeiräte

Partizipation Als Maßstab für erfolgreich realisierte politische Partizipation kann die tatsächliche Einflussnahme der Partizipierenden definiert werden, je nach Anspruch im Hinblick auf politische Entscheidungen. Politische Partizipation ist kein Thema der Minderheiten allein, sondern muss alle angehen. Politische Partizipation ist effektivste Maßnahme gegen Diskriminierung und rassistische Gewalt. Demokratie Der moderne Verfassungsstaat fordert die Überwindung völkischen Denkens. […] weiterlesen ...

Alarmsignal: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Alarmsignal ist ein deutliches Anzeichen für eine bedrohliche Entwicklung. Die Wissenschaft hat die Aufgabe, in der gesellschaftlichen Entwicklung auf die bedrohlichen Alarmsignale hinzuweisen und deren Gründe zu analysieren. Seit 2002 laufende Langzeitstudie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld liefert die neuesten Alarmsignale für bedrohliche Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Im Mittelpunkt dieser […] weiterlesen ...

Doppelte Staatsbürgerschaft: Weg mit der Optionspflicht!

Das seit 2000 gültige deutsche Staatsbürgerschaftsrecht zwingt hunderttausende Kinder dazu, sich ab dem 18. und spätestens mit dem 23. Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit zu entscheiden. Dieser Entscheidungszwang wird „Optionspflicht“ genannt. Die betroffenen Kinder sind keine Randgruppe. Im Jahre 2010 gab es 475.000 deutsche Staatsbürger in allen Altersgruppen, die der Optionspflicht unterlagen. Seit Anfang 2013 ist […] weiterlesen ...

Integration gelingt besser als ihr Ruf

Entgegen der vorherrschenden Meinung gelingt es in Deutschland überdurchschnittlich gut, Migranten aus Drittstaaten ihrer Qualifikation entsprechend zu integrieren. Das ist ein Ergebnis des Immigrant Citizens Survey (ICS), einer vergleichenden Studie zur Integrationserfahrung von Zuwanderern aus Drittstaaten in sieben EU-Ländern, die vor kurzem in Berlin vorgestellt worden ist. Für die ICS-Studie sind insgesamt 7.473 Zuwanderer in […] weiterlesen ...

Integration durch Sport

Für eine langfristige und gelungene Integration bietet der Sport sehr viele weitreichende individuelle Chancen und soziale Möglichkeiten. In einer Einwanderungsstadt wie München ist der Sport besonders gefordert, seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Sport bietet für Menschen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen große Potentiale der Begegnung, der Gesundheitsvorsorge und der Erlangung sozialer Anerkennung. Sport spricht mehrere Milionen Menschen […] weiterlesen ...

Emanzipatorische Basis des Engagement bei Migration und Selbsthilfe

Impulsreferat am 14.Oktober 2007, Fachtag der Begegnung, im Selbsthilfezentrum München Das Zusammenleben in jeder Gesellschaft wäre nicht lebenswert, wenn sich nicht jeden Tag Menschen für ihre Mitmenschen einsetzen würden. Dabei ist die Unterstützung so unterschiedlich wie die Herkunft der Personen, durch die sie geleistet wird.Auch hier gilt der Erfahrungswert, dass die gesamte Bedeutung und Schlagkraft […] weiterlesen ...

Rolle der Migrantenselbstorganisationen

In München gibt es eine Vielzahl von Migrantenselbstorganisationen (ca. 400 Vereine, Initiativen und Gruppen, vgl. Vereinsverzeichnis des Ausländerbeirats München, Migrantinnen und Migranten in München, März 2007) Bis weit in die achtziger Jahre fanden Migrantenselbstorganisationen in der Öffentlichkeit kaum eine nennenswerte Beachtung. In der öffentlichen Wahrnehmung hat sich in den letzten Jahren ein deutlich positiver Perspektivenwechsel […] weiterlesen ...

Integration ist mehr als ein Konzept!

Interview mit Cumali Naz, in Zeitschrift „”ethnologik”, Herbst 2007, S.41-46   Am 18.06.2007 besuchten Redakteure von NIM die Veranstaltung „Integration geht alle an!“ im Alten Rathaus der Landeshauptstadt München. Vertreter von Bund, Freistaat, Stadt und Zivilgesellschaft führten eine lebhafte Podiumsdiskussion und die Stadt München stellte ihr neues Integrationskonzept vor. Herr Cumali Naz, der als Vorsitzender […] weiterlesen ...

Pisa, Schule und Migrantenfamilien

Welche Konsequenzen soll und muss es für das deutsche Bildungssystem  haben, wenn PISA-2000 herausfindet, dass erstens die soziale Herkunft in Deutschland wie in keinem vergleichbaren Land so sehr über den Bildungserfolg entscheidet und  zweitens  Kinder von Migranten wesentlich schlechter gefördert werden als in anderen Industriestaaten mit ähnlichem Migrantenanteil? Im Zusammenhang mit der bildungspolitischen Debatte über […] weiterlesen ...

Muttersprachlicher Unterricht

Die Bayerische Staatsregierung hat am 14. September 2004 beschlossen, die derzeit für den muttersprachlichen Ergänzungsunterricht (MEU) eingesetzten Mittel künftig für die verstärkte Deutschförderung zu verwenden. „Das freiwillige Unterrichtsangebot des muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts wurde in den siebziger Jahren in Bayern geschaffen, um Kindern von ausländischen Arbeitnehmern die Rückkehr in das heimatliche Schulwesen zu erleichtern. Mittlerweile hat diese […] weiterlesen ...

Wachsendes Armutsrisiko bei Migrantenfamilien

Armut bzw. Armutsrisiken definiert man allgemein nach dem Lebenslagenbegriff als soziostrukturelle Benachteiligung in zentralen Lebensbereichen vor allem in bezug auf Einkommen, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Bildung, politische und kulturelle Teilhabe und Durchsetzungsvermögen in der Mehrheitsgesellschaft. Dabei überlagern sich die materiellen Benachteiligungen. Sie werden außerdem von strukturellen Diskriminierungen und Ausgrenzungen begleitet und dadurch verschärft. Arme Menschen sind […] weiterlesen ...

Parallelgesellschaft: Realität oder Schreckbegriff?

Nach der Ermordung des islam-kritischen Filmemachers Theo van Goghs in den Niederlanden und nach der darauf folgenden Kritik an Muslimen, rückte ins Zentrum der öffentlichen Debatte die Warnung vor einer Parallelgesellschaft. Können Hass und Gewalt, fragen viele, auch in Deutschland ausbrechen, wo 3,2 Millionen Muslime leben? Innenminister Otto Schily sieht “eine Gefahr durchaus auch in […] weiterlesen ...