Schriften

Demokratie, politische Partizipation und Ausländerbeiräte

Partizipation Als Maßstab für erfolgreich realisierte politische Partizipation kann die tatsächliche Einflussnahme der Partizipierenden definiert werden, je nach Anspruch im Hinblick auf politische Entscheidungen. Politische Partizipation ist kein Thema der Minderheiten allein, sondern muss alle angehen. Politische Partizipation ist effektivste Maßnahme gegen Diskriminierung und rassistische Gewalt. Demokratie Der moderne Verfassungsstaat fordert die Überwindung völkischen Denkens. […] weiterlesen ...

Alarmsignal: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Alarmsignal ist ein deutliches Anzeichen für eine bedrohliche Entwicklung. Die Wissenschaft hat die Aufgabe, in der gesellschaftlichen Entwicklung auf die bedrohlichen Alarmsignale hinzuweisen und deren Gründe zu analysieren. Seit 2002 laufende Langzeitstudie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld liefert die neuesten Alarmsignale für bedrohliche Entwicklungen in unserer Gesellschaft. Im Mittelpunkt dieser […] weiterlesen ...

Doppelte Staatsbürgerschaft: Weg mit der Optionspflicht!

Das seit 2000 gültige deutsche Staatsbürgerschaftsrecht zwingt hunderttausende Kinder dazu, sich ab dem 18. und spätestens mit dem 23. Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit zu entscheiden. Dieser Entscheidungszwang wird „Optionspflicht“ genannt. Die betroffenen Kinder sind keine Randgruppe. Im Jahre 2010 gab es 475.000 deutsche Staatsbürger in allen Altersgruppen, die der Optionspflicht unterlagen. Seit Anfang 2013 ist […] weiterlesen ...

Integration gelingt besser als ihr Ruf

Entgegen der vorherrschenden Meinung gelingt es in Deutschland überdurchschnittlich gut, Migranten aus Drittstaaten ihrer Qualifikation entsprechend zu integrieren. Das ist ein Ergebnis des Immigrant Citizens Survey (ICS), einer vergleichenden Studie zur Integrationserfahrung von Zuwanderern aus Drittstaaten in sieben EU-Ländern, die vor kurzem in Berlin vorgestellt worden ist. Für die ICS-Studie sind insgesamt 7.473 Zuwanderer in […] weiterlesen ...

Integration durch Sport

Für eine langfristige und gelungene Integration bietet der Sport sehr viele weitreichende individuelle Chancen und soziale Möglichkeiten. In einer Einwanderungsstadt wie München ist der Sport besonders gefordert, seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Sport bietet für Menschen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen große Potentiale der Begegnung, der Gesundheitsvorsorge und der Erlangung sozialer Anerkennung. Sport spricht mehrere Milionen Menschen […] weiterlesen ...

Emanzipatorische Basis des Engagement bei Migration und Selbsthilfe

Impulsreferat am 14.Oktober 2007, Fachtag der Begegnung, im Selbsthilfezentrum München Das Zusammenleben in jeder Gesellschaft wäre nicht lebenswert, wenn sich nicht jeden Tag Menschen für ihre Mitmenschen einsetzen würden. Dabei ist die Unterstützung so unterschiedlich wie die Herkunft der Personen, durch die sie geleistet wird.Auch hier gilt der Erfahrungswert, dass die gesamte Bedeutung und Schlagkraft […] weiterlesen ...

Rolle der Migrantenselbstorganisationen

In München gibt es eine Vielzahl von Migrantenselbstorganisationen (ca. 400 Vereine, Initiativen und Gruppen, vgl. Vereinsverzeichnis des Ausländerbeirats München, Migrantinnen und Migranten in München, März 2007) Bis weit in die achtziger Jahre fanden Migrantenselbstorganisationen in der Öffentlichkeit kaum eine nennenswerte Beachtung. In der öffentlichen Wahrnehmung hat sich in den letzten Jahren ein deutlich positiver Perspektivenwechsel […] weiterlesen ...

Integration ist mehr als ein Konzept!

Interview mit Cumali Naz, in Zeitschrift „“ethnologik“, Herbst 2007, S.41-46   Am 18.06.2007 besuchten Redakteure von NIM die Veranstaltung „Integration geht alle an!“ im Alten Rathaus der Landeshauptstadt München. Vertreter von Bund, Freistaat, Stadt und Zivilgesellschaft führten eine lebhafte Podiumsdiskussion und die Stadt München stellte ihr neues Integrationskonzept vor. Herr Cumali Naz, der als Vorsitzender […] weiterlesen ...

Pisa, Schule und Migrantenfamilien

Welche Konsequenzen soll und muss es für das deutsche Bildungssystem  haben, wenn PISA-2000 herausfindet, dass erstens die soziale Herkunft in Deutschland wie in keinem vergleichbaren Land so sehr über den Bildungserfolg entscheidet und  zweitens  Kinder von Migranten wesentlich schlechter gefördert werden als in anderen Industriestaaten mit ähnlichem Migrantenanteil? Im Zusammenhang mit der bildungspolitischen Debatte über […] weiterlesen ...

Muttersprachlicher Unterricht

Die Bayerische Staatsregierung hat am 14. September 2004 beschlossen, die derzeit für den muttersprachlichen Ergänzungsunterricht (MEU) eingesetzten Mittel künftig für die verstärkte Deutschförderung zu verwenden. „Das freiwillige Unterrichtsangebot des muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts wurde in den siebziger Jahren in Bayern geschaffen, um Kindern von ausländischen Arbeitnehmern die Rückkehr in das heimatliche Schulwesen zu erleichtern. Mittlerweile hat diese […] weiterlesen ...

Wachsendes Armutsrisiko bei Migrantenfamilien

Armut bzw. Armutsrisiken definiert man allgemein nach dem Lebenslagenbegriff als soziostrukturelle Benachteiligung in zentralen Lebensbereichen vor allem in bezug auf Einkommen, Arbeit, Wohnen, Gesundheit, Bildung, politische und kulturelle Teilhabe und Durchsetzungsvermögen in der Mehrheitsgesellschaft. Dabei überlagern sich die materiellen Benachteiligungen. Sie werden außerdem von strukturellen Diskriminierungen und Ausgrenzungen begleitet und dadurch verschärft. Arme Menschen sind […] weiterlesen ...

Parallelgesellschaft: Realität oder Schreckbegriff?

Nach der Ermordung des islam-kritischen Filmemachers Theo van Goghs in den Niederlanden und nach der darauf folgenden Kritik an Muslimen, rückte ins Zentrum der öffentlichen Debatte die Warnung vor einer Parallelgesellschaft. Können Hass und Gewalt, fragen viele, auch in Deutschland ausbrechen, wo 3,2 Millionen Muslime leben? Innenminister Otto Schily sieht „eine Gefahr durchaus auch in […] weiterlesen ...

Medien und Migranten

Die Massenmedien üben eine meinungsbildende Machtwirkung aus. Sie haben enormen Einfluß auf das Denken, die Einstellungen und das Verhalten vieler Menschen. Sie wirken an der Gestaltung der politischen Streitkultur aktiv mit, indem sie durch die Auswahl ihrer Themen und die Art der Berichterstattung neue Wirklichkeiten schaffen. Aus diesen machtpolitischen Gründen sind sie als eine Art […] weiterlesen ...

Ausbildungssituation ausländischer Jugendlicher

Die schulische und berufliche Integration der ausländischen Jugendlichen ist und bleibt eine große politische Aufgabe. Wie wichtig eine gute Schul- und Berufsbildung für ihre berufliche aber auch soziale Integration ist, braucht nicht besonders betont zu werden. In der Vergangenheit hat es unverkennbar positive Entwicklungen in der Bildungsbeteiligung von ausländischen Jugendlichen gegeben. Die statistischen Daten zeigen […] weiterlesen ...

Über den geistigen Nährboden des Rechtsextremismus

Der brutale Überfall auf einen griechischen Mitbürger im Schlachthofviertel zeigt: Auch München ist von rechter Gewalt betroffen. Diese Tat hat nochmals in erschreckender Weise dargelegt, welche Dimensionen der Rassismus in München erreichen kann. Offener und latenter Rassismus werden in allen Lebensbereichen in unterschiedlichen Formen erlebt. Der Münchner Ausländerbeirat wird häufig mit Beschwerden wegen rassistischen oder […] weiterlesen ...

Von Ausländerkriminalität zum Kampf der Kulturen

Die Titelseite des größten Wochenmagazins SPIEGEL vom 14.April 1997 lautete: „Gefährlich fremd“. Der Untertitel: „Ausländer und Deutsche – Das Scheitern der multikulturellen Gesellschaft“. Seitdem ist in der politischen Szene folgender Trend zu beobachten: Aus der Debatte um die multikulturelle Gesellschaft wird immer wieder versucht, eine Debatte über Ausländerkriminalität zu machen. Es ist auch festzuhalten, daß […] weiterlesen ...